Affenliebe …

… ist die Agentur für artgerechtes Familienleben von Deike Terruhn.thumb_Lady in Kohle_1024

  • Welches sind die natürlichen Bedürfnisse von Kindern, gerade wenn sie frisch auf die Welt kommen (und denken, es wäre noch Steinzeit)?
  • Wie werden wir Eltern diesen gerecht, ohne unsere eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen?
  • Was lehren uns Studien von unseren nächsten Verwanden (den sogenannten non-human primates) und vergleichende anthropologische Studien?
  • Wie machen es uns Naturvölker vor?
  • Was haben wir verlernt und vergessen?
  • Wie können wir unser Familienleben einfacher – und schöner! – machen?

Ich kann Dir Infos geben und Fragen beantworten, vor allem aber können wir zusammen gucken, wo eure Ressourcen liegen und welche Prioritäten ihr in eurem Familiensystem setzten wollt. Und – ganz wichtig – hör auf Dein Bauchgefühl und lass auch mal Fünf gerade sein! Niemand muss perfekt sein!

Bis dann,   Deike

Wer ist Affenliebe?

Deike Terruhn

Deike Terruhn ist ursprünglich Verhaltensbiologin, sie hat über Schimpansen geforscht und viele Jahre am Deutschen Primatenzentrum gearbeitet. Zusätzlich ist sie nun artgerecht-Coach und Systemische Familienberaterin. Sie hat einen Mann und drei Kinder.

„Als ich während meines Studiums im Zoo gearbeitet habe, definierten wir den Begriff „artgerecht“ so: „Ein Tier wird dann artgerecht gehalten, wenn es möglichst viele seiner natürlichen Verhaltensweisen ausleben kann“. Schnell war da für mich die Frage: Was sind die natürlichen Verhaltensweisen des Menschen und wie können wir – heute! – artgerecht leben ohne gleich wieder in die Savanne zu ziehen? Denn genau wie die Zootiere leben wir doch auch in einer künstlichen Umgebung. Tatsächlich gibt die Wissenschaft – auch, aber nicht nur meine Disziplin, die Biologie – inzwischen viele Antworten darauf. Das artgerecht-Projekt fasst diese zusammen und als Beraterin möchte ich das weitergeben!

Der Mensch ist unglaublich anpassbar und kann sich weit von seinem natürlichen Erbe entfernen – aber mindestens einmal im Leben ist er mehr denn sonst Säugetier: als Baby! Frauen kommen ihrem „inneren Säugetier“ auch während einer Geburt sehr nah. Ich bin überzeugt: Je mehr wir über dieses Säugetier in uns und unseren Babys wissen und diesem Raum und eine „artgerecht Haltung“ ermöglichen, desto besser für uns!

Und gleichzeitig ist meine Überzeugung als systemischer Coach, dass Wissen nicht alles ist und Lösungen nicht vorgegeben, sondern selbst erarbeitet werden müssen. Darum gibt es auch nicht DEN einen Weg zum artgerechten Leben – jeder Mensch, jede Familie und jede Situation ist einzigartig. Wo sind die Ressourcen? Wie ist die Priorietät? Häufig ist das Wissen schon längst da – auch der Wille. Und trotzdem klappt es mit dem individuellen Weg zu mehr artgerecht im eigenen Leben nicht so richtig. Da kann es helfen, dass wir uns zusammen Dein System angucken und auch mal von hinten beleuchten. Ich bin mir sicher, mit etwas Begleitung findest Du Deine Lösungen, Deinen Weg!“

Ich biete an:
Offene artgerecht Treffen (zur Zeit einmal im Monat in der Ev. Familien-Bildungsstätte in Göttingen – weitere Treffen auf Bedarf möglich, bitte ansprechen)
Individuelle Beratung und (systemisches) Coaching
Infoveranstaltungen, Vorträge und artgerecht-Crashkurse

 

Affenliebe wird unterstützt von:

Doro Pohl

Doro Pohl ist Sozialpädagogin mit dem Interessensschwerpunkt Frühkindliche Entwicklung. Sie ist Pekip®-Gruppenleiterin bei der Evangelischen Familienbildungsstätte Göttingen und Mutter von fünf Kindern.

„Ich schrieb meine Diplomarbeit „Über die Wichtigkeit von Körpernähe für Säuglinge“.In meiner Arbeit als Sozialpädagogin/-arbeiterin bemerkte ich zunehmend, dass ich weiter zurück an den Ursprung wollte, dass ich Eltern unterstützen möchte in ihrer Zugewandtheit zu ihrem Baby. Um nicht später Symptome zu bekämpfen, deren Entstehung man in der frühen Kindheit vermeiden könnte, indem man die Integrität des Kindes nicht verletzt, sondern die gesunde Entwicklung des Selbstwertgefühls unterstützt. So wurde ich u.a. PEKiP®-Gruppenleiterin.

Die Strukturen, die unsere Rollen als Mutter und Vater beeinflussen, der Einfluss der Vergangenheit auf unser Verhalten, die Veränderungen der letzten Jahrzehnte, die im Blick auf Kinder und Erziehung geschahen, faszinieren und begeistern mich –  manchmal frustrieren sie mich auch. Vieles erschwert es uns in unserer Gesellschaft, im Einklang mit uns selbst zu leben, schwanger zu sein, mit Vertrauen in unsere eigene Kraft Kinder zu gebären und sie in Vertrauen zum Kind in ihrem Wachstum zu begleiten. Wir wollen vieles besser machen, müssen aber noch danach suchen, wie. Und brauchen dabei viel gegenseitige Unterstützung.

Das artgerecht-Projekt, das ich im letzten Jahr kennenlernen durfte und in dem jetzt als Coach mitarbeite, begeistert mich, weil es so viele Antworten und so viel Wissen bündelt und grundsätzlich betont, dass Eltern viel mehr Hilfe und Unterstützung brauchen als sie heute meist bekommen.“

Maria Stämm ist Kulturanthropologin, Phytotherapeutin und Windelfrei®-Coach. Sie ist Mutter von zwei Kindern.

„Im Zuge des Kulturanthropologie-Studiums entdeckte ich meine Faszination für die Vielfalt sowie die Herausforderungen von Eltern-Kind-Beziehungen. Im Alltag sind wir Eltern oft allein gelassen mit unseren Fragen rund um Säuglingspflege, Schlafrhythmus oder der Gesundheit unserer Kinder. Um meine Kinder eigenverantwortlich und mit bestem Wissen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, entschloss ich mich für eine Ausbildung in der Pflanzenheilkunde.

Parallel dazu beschäftigte ich mich mit dem Windelfrei-Gedanken und entdeckte zusammen mit meiner 5 Wochen alten Tochter unsere Leidenschaft fürs Abhalten. Die subtile Eltern-Kind-Kommunikation, das feine Körperbewusstsein der Neugeborenen sowie der intensive Körperkontakt faszinierten mich. Um andere Eltern auf diesem Weg kompetent begleiten zu können, entschied ich mich zu einer Weiterbildung zum Windelfrei-Coach beim artgerecht-Projekt.“

 

 

Was ist Affenliebe?

Während der Duden den Begriff „Affenliebe“ mit „übertriebener, blinder Liebe“ definiert, gibt „Yogawiki“ eine umfassendere Begriffserläuterung, die es in unserem Sinne genau trifft:

„Im 18. Jahrhundert galt eine zärtliche und liebevolle Erziehung bzw. ein Verhalten voller Zärtlichkeit gegenüber Kindern für unvernünftig und schädlich.
Heute sieht man die Zärtlichkeit der Eltern gegenüber ihren Kindern positiver, die Affenliebe als Liebe der Affenmutter zur ihrem Baby gilt eher als Vorbild, weniger als Warnung: Kinder brauchen Hautkontakt. Kinder, insbesondere Babys, brauchen Zärtlichkeiten. Das bei Affen übliche Streicheln und Liebkosen tut auch menschlichen Babys und Kleinkindern gut.
Heute weiß man, dass Affenliebe im Sinne der zärtlichen, liebkosenden Liebe der Affenmutter zu ihrem Kind etwas Natürliches ist. Menschen können von dieser Art der Affenliebe lernen.“

Der gesamte Beitrag könnt ihr hier lesen: http://wiki.yoga-vidya.de/Affenliebe

Was ist artgerecht? 

Artgerecht® ist ein Projekt von Nicola Schmidt:
„Unser Ziel ist es, eine Generation aufwachsen zu sehen, die eine gesunde Bindung an andere Menschen und unseren Planeten hat.
Das Artgerecht-Projekt lädt euch ein zu Treffen und Kursen, wir bilden euch als Eltern-Coaches aus und wir veranstalten jährlich mehrere herrlich artgerechte Sommer-Camps.
Wir orientieren uns an Autoren wie Meredith Small, Herbert Renz-Polster, James McKenna, Sarah Bluffer Hrdy und vielen anderen Wissenschaftlern, die fragen, was „artgerecht“ für menschliche Familien sein könnte.
Wir sind überzeugt, dass es nicht den einen Weg gibt und dass jede Familie ihre Version von „artgerecht“ findet. Für diesen Weg wollen wir mit Information und Vernetzung den Rücken stärken.“

www.artgerecht-projekt.de

Was ist windelfrei?

Windelfrei ist ein besonderer Aspekt des artgerecht-Gedankens. Es bedeutet nicht, dass Babys keine Windeln tragen dürfen. Diese Praxis beinhaltet vielmehr die Freiheit zu haben, sich in jedem Moment neu für oder gegen eine Windel entscheiden zu können („Windelfreiheit“).

Denn Menschenbabys sind, wie die meisten Primaten, von Natur aus Traglinge; von Geburt an sind sie fähig und willens, ihre Träger nicht zu beschmutzen. Aber Babys können noch nicht allein auf die Toilette. Sie brauchen Hilfe – genau wie bei der Nahrungsaufnahme oder beim Einschlafen. Wenn die Eltern das Gefühl haben, dass das Baby mal muss oder sie ein Zeichen dafür gesehen haben, wird die Hose ausgezogen und das Kind über einem Gefäß abgehalten.

So behalten die Babys ihr Körpergefühl für ihre Ausscheidungen und wir müssen es ihnen nicht mühsam zwei Jahre später wieder beibringen. Babys werden nicht wund, sie liegen ja nicht ständig in ihren feuchten Windeln. Der Po kommt regelmäßig an die frische Luft. Verstopfung und Bettnässen wird vorgebeugt. Darüber hinaus stärkt diese achtsame Kommunikation die Eltern-Kind-Bindung.

www.artgerech-projekt.de/downloads/artgerecht-windelfrei/
www.123windelfrei.de

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – erst recht ein „bewegtes Bild“ (=Video).
Hier findest Du ein Link zu einer kurzen Sequenz, die Dagmar Gericke von „Kindheit in Bewegung“ in Thailand aufgenommen hat. Wir finden, es zeigt so schön und so simpel, was Affenliebe ist: den Kindern den Freiraum geben, den es für eigene Erfahrungen und eine gute Entwicklung braucht, und gleichzeitig immer für sie da zu sein:
Affenliebe-Video_Kindheit in Bewegung